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In diesem Jahr (Juni/Juli 2014) ging es zusammen mit meinem Bruder Gerald mit unseren Motorrädern nach Island. Wir haben die Fähre von Hirtshals/Dänemark nach Seydisfjordur/Island am 17.6.2014 genommen und die Rückfahrt war dann am 10.7.2014.
unsere Stecke in Island: ( zum Vergrößern bitte anklicken)
 

Zeitraum

 Ort, Strecke, Ereignis, Bilder
15.6. -
16.6.2014

Stutensee - Bad Bramstedt (670 km) - Hirtshals (489 km)

So, es ging endlich los. Nachdem ich mein Motorrad gepackt hatte fuhr ich zu Gerald. Nach ein paar Videoaufnahmen starteten wir.
Mein Motorrad ist gepackt Abfahrt bei Gerald

Das Wetter war wunderbar, so um die 20° C, optimal zum Motorradfahren und es hielt auch bis zu unserer Ankunft bei Barbara und Iris.

Kurze Rast Haus von Barbara und Iris

Dort konnten wir unsere Motorräder in ihrer Garage unterstellen (Danke nochmals :-)) und gingen am Abend zum griechischen Restaurant "Meteora" in Bad Bramstedt essen. Zu Hause ist dann noch eine Revanche offen.

Garage von Barbara und Iris Im griechischen Restaurant "Meteora"

Am nächsten Morgen fing es leicht an zu regnen, doch just als wir losfuhren hörte es auf und bis Hirtshals in Dänemark wurde es immer schöner und als wir an der Jugendherberge ankamen war fast keine Wolke mehr zu sehen. Wir gingen zum Strand wo sich mehrere alte Bunker befinden.

Jugendherberge in Hirtshals Alte Bunker am Strand von Hirtshals

Danach machten wir eine kleine Wanderung zum Leuchtturm von Hirtshals und gingen dann essen.

Leuchtturm von Hirtshals ohne Worte

Da es keine Möglichkeit gab in einer Kneipe in Hirtshals das Deutschlandspiel der WM in Brasilien anzuschauen gingen wir zurück zur Jugendherberge und bewunderten dort das tolle 4:0 gegen Portugal. Armer Ronaldo :-(

Jetzt warten wir auf den Sonnenuntergang, der hier ganz schön spät ist, und morgen geht es dann auf die Fähre nach Island.
Sonnenuntergang in Hirtshals

17.6. -
19.6.2014

Fähre Hirtshals/Dänemark - Seydisfjordur/Island

Nach dem Frühstück in der Jugendherberge von Hirtshals packten wir unsere Sachen und fuhren zum Hafen. Wir waren überrascht, ca. 200 weitere Motorräder warteten auf das Checkin. Nach einer Stunde ging es dann in die Fähre und wir fixierten die Motorräder mit jeweils 4 Gurten
Warten im Hafen von Hirtshals Motorräder in der Fähre

Wir brachten unser Gepäck zuerst mal zur Kabine und gingen dann auf Deck zur Abfahrt und hatten einen wunderschönen Blick zurück auf Hirtshals und die Küste.

Blick auf Hirtshals bei der Abfahrt

Dann richteten wir zuerst mal unsere Sachen in der Kabine, die für 2 Personen ausreichend groß ist, und gingen dann wieder aufs Deck

Betten in der Kabine Blick zur Tür

Das Wetter war am Anfang optimal zum Sonnen, doch nach ca. 2,5 Stunden zog Nebel auf. Da wir einen Fernseher in der Kabine haben schauten wir dann die erste Begegnung des Tages der Fussball-WM in Brasilien an.

Super Wetter kurz nach der Abfahrt Nebel nach der Abfahrt

Nach dem Fussballspiel gingen wir zum Abendessen. Das Buffet war bestückt mit vielen guten Sachen und so wurde es ein 4-Gänge Menü.
Danach schauten wir die nächste Fußballbegegung an, doch bald danach waren wir müde und das letzte Spiel musste ohne uns stattfinden. Am nächsten Morgen gingen wir zuerst frühstücken, auch das war ausgezeichnet, und dann raus aufs Deck. Es war bedeckt und der Wind wr richtig stark, was man an den Bildern unten sehen kann
Gerald im Wind

Doch gegen Mittag wurde auch das Wetter wieder besser und man konnte, hier zusammen mit Conny und Andreas, in der Sonne sitzen, jedoch nur im Windschatten

Conny, Andreas und Gerald

Am Nachmittag erreichten wir dann die Faröer Inseln und machten einen Halt in Torshavn. Nach kurzem Aufenthalt, bei dem einige von Board gingen und andere an Board kamen, ging es dann weiter.
Torshavn, Faröer Inseln Abfhrt von den Faröer Inseln

Kurz nach verlasssen der Faröer Inseln gab es Abendessen, das wie auch gestern gut bestückt war.

Gerald beim Abendessen

Am nächsten Morgen erreichten wir bald Island, und nach ein paar Wasserfällen sahen wir auch noch einen Wal, wenn auch aus großer Entfernung.

Wasserfälle vor Seydisfjordur, Island Wal kurz vor Seydisfjordur

Pünktlich um 9:30 Uhr Ortszeit erreichten wir dann Seydisfjordur in Island und sahen dann auch zunm ersten Mal unsere Fähre von außen.




19.6.2014

Seydisfjordur - Myvatn (194 km)

In Seydisfjordur holten wir uns zuerst mal isländische Kronen beim Bankautomat. Dann ging es auch gleich los und steil den Berg hinauf und oben lag noch ziemlich viel Schnee. Auf der Weiterfahrt gab es immer wieder Wasserfälle am Rande der Strasse.
Schnee auf dem Weg nach Myvatn Wasserfall an der Strasse

Die Strasse war sehr gut, manchmal schnurgerade und immer ganz wenig Verkehr. Auch gab es immer wieder tolle Ausblicke auf die Landschaft Islands.



Nach 2,5 Stunden erreichten wir Reykjalihd am Myvatn See, da s heißt übersetzt Mückensee, und die gab es auch gleich zu Tausenden. Ursprünglich wollten wir auf den Campingplatz am See, doch es gab dort einfach zu viele Mücken, und so gingen wir auf den Camingplatz Hlid, der ein wenig höher liegt und deshalb ein paar Mücken weniger hat und tranken zuerst mal ein Willkommensbier und bauten dann die Zelte auf und gingen einkaufen. Morgen wird dann die Gegend erkundet.

Ankunft aud fem Campingplatz Hlid in Reykjalihd Auf dem Zeltpaltz Hlid


20.6.14

Vulkan Hverfjall, Geothermalgebiet Hverarönd und Krafla

Da es morgens regnete beschlossen wir, zum "Hausvulkan" von Reykjalhid, dem Vulkan Hverfjall, zu wandern. Am Ende waren es dann 16 km hin, um den Krater und zurück. Den Vulkan hat man immer in Sicht, und auf dem Weg lagen einige sehenswerte Stellen, wie hier zum Beispiel das Auseinanderbrechen der Lava.

Hverfjall

Dann kamen wir an einer Stelle vorbei, wo unter der Lava sich kleine Seen gebildet haben, wie ein See in einer Höhle und wir liefen über Vulkanasche.

Vulkanasche

Manchmal mussten wir über Zäune klettern und kamen dann zum Beginn des Aufstiegs auf den Vulkan. Der Aufstieg zum Krater des Hverfjall war steil aber nicht sehr lang, nur ca. 120 Höhenmeter waren zu erklimmen.



Oben hatte man einen tollen Blick in den Krater, doch aufgrund des starken Regens war die Sicht stark eingeschränkt. Am Ende kamen wir dann zienlich nass wieder am Campingplatz an.

Hverfjall

Da das Wetter besser wurde beschlossen wir am späten Nachmittag noch mit den Motorrädern zur Kafla, einem Kratersee zu fahren. Doch zuerst hielten wir am GeothermalgebietHverarönd, wo die heiße Erde Wasser und Schlamm erhitzt und zum kochen bringt, Der Schwefelgeruch der Solfataren hängt überalll in der Luft





Und zum Abschluss fuhren wir dann zum Kratersee des Vulkans Kafla

Krafla

21.6.2014

Rundfahrt nach Husavik

Heute fahren wir nach Husavik, dem Ort mit der besten Walbeobachtungsquote von 95% der Welt. Mal schauen, ob wir das bestätigen können. Zuerst geht es mal ein Stück auf unbefestigter Straße, doch bald kommen wir in Husavik an und holen unsere vorreservierten Tickets.

Strasse nach Husavik Agentur von Gentlegiant

Dann ging es auch schon los, wenn man wollte, konnte man bereitgestellte Regenoveralls anziehen. Und schon bald ertönte der Ruf: Da bläst er"



Das Boot hielt auf ihn zu, es war ein Buckelwal und wir kamen bis auf eine gewisse Distanz ran bis er auch schon wieder abtauchte

Buckelwal Buckelwal

Doch dann waren am Horizont Boote zu sehen und wir hielten darauf zu. Dort konnten wir eine Flosse im Wasser sehen und wir fuhren dann ganz nah dran. Es war wieder ein Buckelwal und er lag sich auf dem Rücken und schlug mit den Flossen in das Wasser. Wirklich beeindruckend, so nah dran zu sein.

Buckelwal Buckelwal

Und dann kam noch ein grüßeres Tier, der größte Tier der Welt, ein Blauwal. Eine seltene Gelegenheit, so einen Wal zu sehen, wir hatten wirklich Glück.

Blauwal Blauwal

Zurück ging es dann über eine weitere Gravelroad, der 862, über Dettifoss zum Campingplatz und es wurde zum ersten mal zum richtigen Endurofahren. Doch nach der Aufnahme wurde das Wetter schlecht und es regnete in Strömen und die Piste war weich und glitschig und man musste durch bis zu 15 cm tiefe Furten fahren. Doch wir kamen dann, zwar glitschnass, wieder gut an und konnten die Motorradjacken und Hosen zum Trocknen abgeben

Piste 862




22.6.14

Fahrt zu den Wasserfällen Selfoss und Dettifoss und zum Badennach Husavik

Mittlerweile sind mehrere Motorradfahrer/-innen um uns herum. Auch ist heute der Blick auf das Lavafeld vor dem Campingplatz ganz gut, obwohl wieder schlechtes Wetter angesagt ist.

Lavafeld beim Campingplatz

uerst frühstücken wir und bringen unsere Homepage auf den neuesten Stand, dann fahren wir zu den Wasserfällen.

Frühstückszelt

Nach ca. 50 km haben wir die Wasserfälle erreicht, erst geht es zum Selfoss

Selfoss Selfoss

Und dann sind wir am Dettifoss, laut Reiseführer der größte Wasserfall Europas.

Dettifoss Dettifoss

Regenbogen am Dettifoss

Dettifoss

Und zum Abschluss gingen wir noch Baden ...







23.6.2014

Myvatn - Varmahlid (225 km)

Endlich! Sonne beim Aufstehen. Zum ersten Mal kann man die Lava vor demCampingplatz und den Ort Reyklahid mit seinem Vulkan Hverfjell farbenfroh sehen. Dann packen wir auch schon unsere Sachen, unsee heutiges Ziel ist Varmahlid..



Wir fahren entlang ses Myvatn Sees (Mückensee) und schauen uns interessante Lavaformationen und Vulkanschlote annV



Dann biegen wir kurz vom Weg ab und betrachten den Wasserfall Goddafoss.

Goddafoss Goddafoss

Unseren nächsten Stop machen wir in Laukas, einem Ort in dem zu sehen ist, wie die Isländer früher gewohnt und gelebt habenE

Laufas Laufas

Nach einem wunderschönen Tag mit tollem Wetter und wunderbarer Landschaft lassen wir uns auf dem Campingplatz von Varmahlid nieder

Camingplatz in Varmahlid


24.6.2014

Varmahlid - Flokalundur (399 km)

Heute haben wir unsere bis jetzt längste Etappe hinter uns gebrachtt, mit leider wieder viel Regen und nasser, glitschiger Piste.

Doch zuerst mal ging es zur mehr als 1.300 Jahre alten, best erhaltensten Torfkirche von Island.


Torfkirche Torfkirche

Große Teile der Etappa war auf Schotterstraßen, am Anfang auch noch bei einigermaßem guten Wetter und guter Sicht, doch dann kam der Regen und die Baustellen auf der Strecke taten auch noch ihres



Das Motorrad und das Gepäck war mit Schlamm bedeckt (auf dem Bild kommt das nicht richtig raus) und musste dann erst mal gereinigt werden



Da wir total durchnäßt sind checken wir im Hotel Flokalundur ein und essen dort Pizza, die wirklich gut ist.
Hotel Flokalundur


25.6.2014

Flokalundur - Latrabjarg (190 km, hin und zurück)

Unser heutiger Ausflug führt uns nach Latrabjarg, doch zuerst einmal checken wir vom Hotel Flokalundur aus und im Camping Flokalundur ein. Kurz nach dem Start treffen wir auf 3 schwarze Schafe.

Caamping Flokalundur Schwarze Schafe

Auf einer Passhöhe wurde ein Steinmann errichtet, er heißt "Kleifabui". Und dann geht es den Rest der Strecke zum Latrabjarg auf Gravelroad.

Kleifabui Gravel Road

Zuerst gehen wir zum Leuchtturm von Latrabjark, gleichzetig der westlichste Punkt von Island. Die Felsen, in denen die Vögel brüten, fallen senkrecht ca. 80 Meter ab.

Leuchtturm von Latrabjarg Latrabjarg

Überall tummeln sich die Vögel ganz dicht aneinander und durcheinander



Und selbstverständlich dürfen Papageientaucher nicht fehlen

Papageientaucher Papageientaucher


Und auch im Wasser tummelten sich Vögel aber auch Robben



26.6.2014

Flokalundur

Da es heute mal wieder regnet sind wir zuerst mal wandern gegangen, am Fluß Penna entlang. Dort gibt es einige kleinere Wasserfälle und die Felsen sehen aus, als ob sie aus mehreren Steinen künstlich hergestellt worden wären

Wasserfall am Fluß Penna

Danach gingen wir zu einem Naturpool und badeten in 40° C heißem Wasser und blieben 1,5 Stunden darin



Rechtzeitig zum Spiel Deutschland- USA sind wir wieder zurück und schauen den 1:0 Erfolg im Hotel Flokalundur an

beim Länderspiel

27.6.2014

Flokalundur - Borgarnes

Glücklicherweise regnet es erst nachdem wir die Zelte abgebaut haben. So fahren wir dann zur Fähre von Brjanslaekur nach Styykisholmur, doch zuerst halten wir an einer weiteren Steinfigur, Dynjandisheidi, und warten dann auf die Fähre



Das Meer ist unglaublich glatt, nur die Fähre hinterläßt ihre Spur. Nach ca. 1 Stunde machen wir einen Zwischenhalt an der Insel Flatey und legen dann auch bald wieder ab.



Nach weiteren 2 Stunden erreichen wir dann Stykkisholmur. Eigentlich wollten wir heute bis Grundarfjördur fahren und dort in die Jugendherberge gehen, doch sie war ausgebucht und der Campingplatz dort als auch der in Olafsvik hat uns nicht gefallen, viel zu matschig, und so fuhren wir weiter bis Borgarnes und quartierten uns dort in das gleichnamige Hostel ein.



28.6.2014

Borgarnes

Da an diesem Wochenende ein Stadtfest mit mehreren Veranstaltungen stattfindet beschließen wir, noch einen Tag länger zu bleiben. Am Morgen schauen wir uns zuerst mal die schön gelegene Stadt an.

Borgarnes

Die Stadt ist unterteilt in die 3 Stadtfarben rot, blau und gelb. Wir sind im roten Bezirk, und aufgrund des Stadtfestes ist hier alles mit roten Gegenständen und Schleifen etc. geschmückt, auch wenn es wie hier nur rote Einkaufskörbe sind, oder




mit rot geschmückten Mülleimern und einem Staubsauger. Doch es gibt auch noch das andere Stadtteil, wo blau geschmückt ist.



Mittags gab es dann die Parade, bei der irgendwelche für uns nicht identifizierbare Figuren unter Trommelmusik zu einem vorbereiteten Platz getragen wurden, in dem ein Wikingerdorf, so ähnlich wie bei uns bei den Mittelalterfesten, aufgebaut war, und dort fanden dann Auftritte von Kindern und Erwachsenen statt, die jedoch aufgrund mangelnder isländischer Sprachkenntnisse von uns nicht zu verstehen waren.



Wir verließen bald das Fest und gingen noch zum Strand, wo gerade Ebbe war, und machten ein Bild von der Brücke über die wir morgen Richting Reykjavik fahren werden.




29.6.2014

Borgarnes - Reykjavik (120 km)

Heute ist der Weg nicht weit, nuer 120 km bis Reykjavik. Nach ein paar kurzen Stops füer Foto- und Videoaufnahmen bauen wir unsere Zelte auf dem Campingplatz von Reykjavik auf. Wir sind jetzt seit der Abfahrt zu Hause schon über 3.000 km gefahren.



Direkt neben meinem Zelt füttert eine Amsel den Nachwuchs, auch wenn der Nachwuchs schon größer ist als die Amsel selbst. Ist dies etwa ein Kuckuck? Dann gehen wir zu Fuß in die Innenstadt, ca. 40 Minuten Fussmarsch und kommen zuerst an einer abstrakten Skulptur eines alten Wikingerschiffs vorbei.



Kurze Zeit später passieren wir das Harpa Center, in dem sich das Kultur- und Konferenz-Center befindet, die isländische Philharmonie und die Oper und gehen weiter zum alten Hafen.

Harpa Center Alter Hafen

Dort besichtigen wir unter anderem das Maritimmuseum, in dem die Fischereigeschichte Islands dargestellt ist. Was uns am meisten wundert ist, dass bisher alle Museen und sonstige Ausstellungen keine Eintrittsgebühren verlangen. Am Ende eines Piers ist ein mit Gras bewachsener Erdhügel aufgeschüttet von dem man einen tollen Ausblick auf Reykjavik hat.

Maritim Museum



Die Innenstadt ist sehr übersichtlich, doch nach 10 Tagen Island mit fast keinen Menschen und keinem Verkehr herrscht hier wieder Hochbetrieb.



Viele Pickups in Finnland sind für die Hochlandpisten ausgerüstet mit überdimensionierten Reifen und höhergelegtem Fahrwerk. Zum Abschluss des Tages gehen wir Fish und Chips essen und schauen uns dann noch das WM Viertelfinale Costa Rica gegen Griechenland an.



30.6.2014

Reykjavik

Da bei Gerald´s BMW die Gabeldichtung defekt ist tritt Öl aus und wir bringen das Motorrad zum "Reykjavik Motor Center", die BMW in Island vertreten. Morgen können wir dann das Motorrad wieder abholen.

BMW Niederlassung in Reykjavik

Im In das Zelt von Gerald ist durch den vielen Regen Wasser reingekommen. Ursache war, dass die Plastikplane unter dem Zelt über dem Zeltrand vorstand und so das Wasser vom Zeltdach direkt auf die Plane und dann unter das Zelt lief. Jetzt muss erst mal getrocknet und dann die Plane richtig verlegt werden. Um dem Regen ein bisschen aus dem Weg zu gehen benutzen wir den Aufenthaltsraum des neben dem Campingplatz liegenden Reykjavik Hostel.

Reykjavik Hostel

Dann ist es Zeit, in die Stadt zu fahren, die Buslinie 14 fährt direkt vor dem Campingplatz los, um zuerst mal den Geburtstagsgutschein von Gerald einzulösen. Wir haben am Vortag im Restaurant Reykjavik Plätze reserviert, und heute gibt es nun Seafoodbuffet, mit vielen guten Dingen aus dem Meer. Es war wirklich köstlich und ausreichend.

Restautant Reykjavik im Restautant Reykjavik

Nun fängt das Länderspiel Deutschland gegen Algerien gleich an. Wir gehen in den English Pub, hier haben wir auch gestern andere Partien angeschaut. Das Lokal ist bestückt mit sehr vielen großen Leinwänden und man kann von jedem Platz aus irgendeine der Leinwände sehen. Wir sitzen direkt an der Bar und feiern zusammen mit vielen anderen den etwas glücklichen Sieg gegen Algerien. Wozu das Bier nützlich ist sieht man auf dem nächsten Bild.

im English Pub

Nach dem Spiel müssen wir noch auf den Bus warten, er fährt 23:12 Uhr zurück zum Campingplatz. Das linke Foto entstand so um 23:00 Uhr, das auf dem Campingplatz dann Punkt Mitternacht.



1.7.2014

Reykjavik

Heute ist mal wieder normales Wetter, denn es regnet in Strömen. Wir frühstücken im Hostel, das direkt neben dem Campingplatz liegt, und bleiben auch dort bis später der Regen ein wenig aufhört und holen Geralds Motorrad von der Werkstatt ab. Die Dichtung wurde ersetzt. Nachmittgas fahren wir dann wieder mit dem Bus in die Innenstadt und laufen an der größten Isländischen Kirche, der Hallgrímskirkja, vorbei. Rein können wir nicht, da gerade eine Beerdigung stattfindet. Dann gehen wir wieder zu einer Kneipe um das nächste WM Viertelfinale anzuschauen.

Hallgrímskirkja


2.7.2014

Reykjavik - Laugarvatn (85 km)

Wir hatten Glück dass eine Regenpause uns erlaubt hat, die Zelte im trockenen abzubauen bevor es auch wieder anfing zu regnen. Eigentlich wollten wir heute zuerst Geysir und dann den Wasserfall Gullfoss anschauen und eventuell noch weiter bis Landmannalaugur fahren. Wir hielten an einem See, an dem viele Steinmännchen aufgebaut waren, doch dann wurde der Regen wieder immer stärker und immer mehr Nebel. Deshalb fuhren wir nur bis zum Hostel in Laugarvatn, ca. 25 km vor Geysir.

Hostel in Laugarvatn

Dort wartetetn wir dann um ohne Gepäck zum Geysir zu fahren. Als es dann so aussah, als könnte es klappen, fuhren wir los. Doch nach 5 km stoppte Gerald ohne ersichtlichen Grund. Das Motorrad hatte von alleine gebremst. Wir konnten noch langsam zurück zum Hostel fahren und fingen an, nach dem Problem zu suchen. Die Vorderradbremse löste einfach nicht mehr richtig. Nach einigen vergeblichen Versuchen, die Ursache zu finden und zu beheben entschloss sich Gerald, den ACE anzurufen um das Motorrad wieder zurück nach Reykjavik zu der BMW Motorradwerkstatt transportieren zu lasssen. Der ACE kontaktierte den lokalen isländischen Partner und die machten mit Gerald einen Termin für den nächsten Tag um 9 Uhr aus. Als wir wieder alles zusammenbauen wollten entdeckte Gerald Schleifspuren auf der linken Bremsscheibe. Wir bauten den Radbremszylinder aus und entdeckten einen Stein, der sich darin verfangen hatte und die Bremsproblematik verursacht hatte. Mit einigen Schwierigkeiten bauten wir alles wieder zusammen und kontaktierten das Abschleppunternehmen und den ACE um weitere Aktionen zu stoppen. Glücklicherweise blieb uns die Rückkehr nach Reykjavik mit einem defekten Motorrad erspart!

3.7.2014

Laugervatn - Landmanalaugar (188 km)

Das Hostel in Laugarvatn war früher ein Postgebäudebgewesen, und heute sind noch Telefonzellen und der Tresor erhalten.



Nach dm Frühstück fuhren wir zuerst nach Geysir, dem Ort von dessen Namen alle Geysire der Welt abgeleitet sind. Dort befinden sich neben heißen Quellen und kleinen Geysiren


auch ein großer Geysir, der Stokkur, der ca. alle 7 Minuten mal mehr mal weniger Wasser in die Luft schleudert

Stokkur

Dann ging es weiter zum Gullfoss, einem der spektakulärsten Wasserfälle in Island.

Gullfoss Gullfoss

Unser nächstes Ziel wird nun angefahren, doch dies ist erst mal ein bisschen schwieriger. Die Piste dorthin ist nur für Allradfahrzeuge zugelassen, doch unser Einradantrieb reicht auch allemal :-) Die Landschaft ist grandios

Nur 4x4 erlaubt

Teilweise wie eine Mondlandschaft, dann kommen wieder Kraterseen



und andere Faszinierende Landschaften. Nachdem wir den Camingplatz von Landmannalaugur erreicht haben, ist dann Schluss für uns. Aufgrund des starken Regens der letzten Tage ist die Furt dahin für uns nicht befahrbar, und uns bleibt nichts anderes übrig als die Motorräder abzustellen und das Gepäck zu Fuss zum Campingplatz zu tragen.
Campingplatz Landmannalaugur

Der Campingplatz liegt toll, sieht aus wie ein Basislager im Himalaya, und liegt auf 590 m Höhe

Campingplatz Landmannalaugur


4.7.2014

Landmannalaugur - Skogarfoss (187 km)

Heute stehen wir früh auf, denn wir möchten erstens noch wandern und zweitens bis zum WM Viertelfinale von Deutschland in Skogar sein.

Unser Wanderziel ist der Vulkan Brennisteinsalda, der Weg dorthin geht erst mal durch ein Lavagebiet



und dann über Schneefelder mit Sicht zum Vulkan



Das Gestein des Vulkans hat wunderschöne Farben, der bunteste Vulkan der Welt. Und am Fuss entströmt stinkendes Gas dem Boden.



Auf dem Rückweg gibt es weitere beeindruckende Landschaften zu sehen



Wir machen kurz halt am Seljalandfoss und halten dann auch noch an der Aussichtsstelle zum Eyafjallajökull , dem Vulkan bzw. Gletscher dessen Ausbruch 2010 zu europaweiten Flugausfällen geführt hat.



Wir kommen rechtzeitig am sehr schön gelegenen Campingplatz am Skogarfass an um das Fussballspielanzuschauen. Kurz vor Mitternacht war dann noch eine schöne Wolkenformation, hat dies etwas zu bedeuten?



5.7.2014

Skogarfoss - Vatnnstadir(188 km)

Ja, es hatte etwas zu bedeuten. Kurz nach Mitternacht, ich war gerade gemütlich in den Schlafsack gekrochen, fing es an. Erst ein paar Böen, die recht schnell immer stärker wurden, und plötzlich lag das Zeltdach und Zeltgestänge auf mir. Erst mal aus dem Schlafsack quälen und schauen wir man an seine Kleider zum anziehen kommt, und dabei wurde der Wind zum Sturm und das Zeltdach schlug immer wieder auf mich ein. Dann hatte ich es endlich geschafft mich anzuziehen und aus dem Zelt zu schälen. Es war bei dem Sturm nicht daran zu denken, das Zelt wieder aufzubauen, und auch kam sofort Hilfe herbei, Ein Mann bot mir an mein Zelt hinter seinem Van im Windschutz aufzubauen, eine Frau kam und bot mir an in ihrem Vorzelt zu übernachten. Doch glücklicherweise :-) gab mir Gerald Asyl und ich hatte die Gelgenheit, mindestens noch 2-3 Stunden bei ihm im vom Sturm durchgeschüttelten Zelt zu schlafen nachden wir das umgefallene Zelt mit Inhalt noch vors Motorrad gezogen hatten, damit es nicht weggeweht wird. Nach dem Aufstehen konnten wir dann den Skogarfoss besichtigen.



Dann fuhren wir weiter und besichtigten die Felsen und den Strand von Dyrholaey



und auch den "Black Sand" und die Basaltfelsen am Strand von Gardar.





Weiter ging es in Richtung Osten und die Gletscherzungen des Inlandeises des Vatnajökull erschienen. Aufgrund der Wettervorhersage, die wieder Sturm ankündigte, blieben wir in dieser Nacht im Hostel von Vatnsstadir.



6.7.2014

Vatnsstadir - Höfn (111 km)

Am Morgen fuhren wir zu dem Gletscher Jökulsarlon, der dort fast ans Meer reicht und sehr imposant und farbenträchtig mehr oder weniger große Eisberge über einen See ins Meer treiben läßt.


Auch ist es möglich, mit Booten bis ganz nah an den Gletscher ranzufahren.



Nachdem sie durch die Flussmündung ins Meer trieben landen einige der Eisberge am Strand





Dann kamen wir am Campingplatz in Höfn an und es dauerte aber auch nicht lange bis es wieder regnete

Campingplatz in Höfn


7.7.2014

Höfn - Hoffelsjökull und zurück

Heute wollen wir von Höfn aus die Gletscherzunge Hoffelsjökull besuchen um eventuell dort auch mal auf einen Gletscher wandern zu können. Dorthin führt eine Gravel Road und durch den vielen Regen wurde aus dem Bach, der eigentlich durch ein Rohr fließt, ein Fluss und somit musste man da durch. Wir ließen erst einmal ein Auto durch um zu schauen wie es ist und es sah gar nicht so schlecht aus. Ich fuhr als erster, und da Gerald seine Videokamera am Campingplatz liegen lies machten wir nur Fotos. Die Durchfahrt verlief ohne Probleme, das Wasser spritze nur ein wenig auf.

Furtdurchfahrt Richtung Gletscher Hoffelsjökull

Doch am Ende der Furt, wo das Rohr lag, ging es steil über das Rohr hoch und die Steine lagen nur lose aufeinander und mein Vorderrad ging einfach rechts weg und ich musste es links ablegen. Gut, glücklicherweise schon außerhalb des Wassers, und bis Gerald zu Hilfe kam hatte ich das Motorrad schon wieder aufgerichtet. Doch alleine kam ich nicht weg, das Hinterrad grub sich einfach immer weiter in die losen Steine ein. Doch als Gerald schob, kam es langsam wieder frei und wir entschlossen, nicht weiter zu fahren und umzukehren. Doch ich musste das kleine Stück wieder durch die Furt zurück, und die Spur war durch das Eingraben des Motorradhinterades ziemlich kaputt. Ok, einfach wieder durch. Doch kaum im Wasser ging das Vorderrad wieder weg, diesesml im Wasser und nach rechts. Alleine schaffte ich es nicht, im Wasser das Motorrad wieder aufzurichten. Ich hatte beim Ablegen den Leerlauf reingemacht und der Motor lief, mit einem Zylinder im Wasser, weiter. Zu zweit konnten wir, im Waaser stehend, das Motorrad wieder aufrichten und wir schoben dann das Motorrad zu zweit, jedoch unter zu Hilfenahme des ersten Ganges, durch den Rest der Furt. Anschließend hieß es dann Schuhe ausschütten, denn da wir wandern wollten hatte ich keine Motorradschuhe, die viel höher sind, sondern Wanderschuhe an.



Nachdem wir am Campingplatz die nassgewordene Kleidung getrocknet haben machten wir eien Spaziergang durch Höfn und der vorgelagerten Halbinsel. Vom Campingplatz kann man die Ausläufer des Vatnajökull Gletschergebietes sehen. Auch gibt es dort viele Seeschwalben, und es ist gerade Brutzeit

Campingplatz Höfn mit Gletschersicht

Links eine erwachsene Seeschwalbe, rechts ein Junges, die im Gras gebrütet und aufgezogen werden.
Seeschwalbe Junge Seeschwalbe

Und dann noch von der Halbinsel ein Blick auf 4 der unzähligen Gletscherzungen des Vatnajökull

Blick auf Vatnajöküll mit seinen Gletscherzungen

Mann, jetzt ist mit etwas blödes passiert. Auf dem Weg zur Dusche knickte ich leicht um und ich hörte nur noch einen kleinen Knall. Das Innenband im Knie, das ich mir in Freiburg schon beschädigt hatte, riss (zu Hause wurde dann festgestellt, dass nicht das Innenband sondern der Innenminiskus gerissen war und wurde dann auch gleich operiert). Nun bin ich nur noch beschränkt bewegungsfähig. Mal schauen, ob es morgen mit dem Motorradfahren klappt, denn wir müssen weiter nach Seydisfjordür, wo die Fähre zurück nach Dänemark abfährt.


8.7.2014

Höfn - Seydisfjördur

Nach einer unruhigen Nacht mit ziemlichen Schmerzen,die jedoch Dank Aspirin gelindert werden konnten, versuchte ich ob Motorradfahren möglich ist. Und es klappte, kann zwar nur sehr schwer aufsteigen und fast nicht alleine absteigen aber eine Alternative gibt es eigentlich nicht. Während des Fahrens ging es, so dass ich immer weiterfuhr während Gerald Bilder machte. Zuerst ging es an der Küste entlang, dann ins Landesinnere.



Auf dem Pass vor Seydisfjördur lag noch iel Schnee und bald kam die kleine Stadt in Sicht.



Am Ortseingang machten wir noch ein Bild und fuhren zur Jugendgerberge um dort die letzten beiden Nächte in Island zu verbringen



Das Wetter war richtig schön geworden und wir gingen in den Ort um erstmal unsere geglückte Ankunft zu geniessen
n



Am Abend gingen wir dann ins "Kaffi Lara" und genossen den historischen Sieg mit 7:1 über Brasilien(hier das Bild beim Stand von 5:0) und dem damit verbundenen Einzug in das WM Finale 2014



9.-10.7.2014

Seydisfjördur

Gerald machte eine kleinere Wanderung in die Umgebung von Seydisfjördur. Unter anderem ist dort auch eine Kombination von Kuppelgebäuden, die eine besondere Akkustik liefern.

Seydisfjördur

Am Donnerstag kam dann die Fähre und wir stellten uns wieder zur Einfahrt auf, Motorräder sind dabei immer die ersten vor allen anderen.



Nachdem wir die Motorräder mit Spanngurten gesichert haben beobachten wir die Abfahrt aus Seydisfjördur. Übermorgen werden wir in Hirtshals in Dänemark ankommen.



12.-13.7.2014

Hirtshals - Hamburg - Stutensee

Wir kamen pünktlich mit der Fähre in Hirtshals an und machten uns gleich auf den Weg nach Hamburg, wo wir in der Jugendherberge Betten reserviert hatten. Doch kurz vorher machte Geeald´s Motorrad Probleme und nur mit Mühe erreichten wir die Jugendherberge. Abends gingen wir dann in die Stadt um uns das Spiel um Platz 3 der Fußball-WM anzuschauen, das dann Holland mit 3:0 gegen Brasilien gewann. Am Morgen zeigte Gerald Motorrad überhaupt keine Zündung an, Kabel zum Zündschloss waren gebrochen, so dass schließlich über den ACE ein Abschleppwagen organisiet wurde und Gerald´s Motorrad zu BMW in Hamburg brachte und Gerald blieb dort im Hotel. Ich machte mich auf den Weg nach Hause und kam mit ein paar Staus und vielem Regen um 17:00 Uhr zu Hause an.

Gerald´s Motorrad wurde am Montag den 14.7. gleich repariert so dass er auch nach Hause fahren konnte