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Zeitraum |
Ort, Ereignis |
Bilder |
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15.7.2004
bis
2.10.2004 |
Endlich, es ist geschafft!
Sämtliche Radkästen, Bremsen, Fahrwerk, Achsen usw. sind von Dreck und Rost
befreit und neu gestrichen. Auch der Motorraum und der Außenbereich sind
fertig, nun sollte einer Genehmigung
zur Einreise durch die Quarantänebehörde in Australien nichts mehr im Wege stehen.
Am 10. Oktober geht´s ab zur Fahrzeugverschiffung nach Bremerhaven ... |
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10.10.2004
bis
11.10.2004 |
Die Fahrt nach Bremerhaven
war super! Ab Heidelberg nur strahlend blauer Himmel, kein Regen, der das
Ergebnis der Mühe der Reinigung zerstörte! Auch das nochmalige
Zurückfahren nach 20 Kilometern tat der Freude keinen Abbruch (wir hatten
unsere Fotokamera vergessen). So kamen wir nach einer Übernachtung bei
einem Autohof bei Bremen nach 630 km in Bremerhaven an. Nach kurzer Kontrolle
seitens Wallenius Wilhelmsen und kleineren Endreinigungsarbeiten
(Fliegenleichen entfernen) und dem Entfernen der Nummernschilder konnten wir
zum Zollhafen und unseren Unimog übergeben. Auf ein Wiedersehen in Fremantle
in Australien!!
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20.11.2004
bis
21.11.2004 |
Wir sind in
Australien!!
Obwohl die Waage
für unsere 2 Gepäckstücke 48,5 kg (erlaubt sind pro Person eigentlich 20 kg)
anzeigt und wir zusätzlich 2 Handgepäckstücke á 11 kg haben geht dies
anstandslos durch. Als wir uns dann Perth näherten flogen wir über Monkey
Mia und den Francois Peron National Park, und man konnte die Piste, die wir
später fahren wollen, deutlich sehen.
Da wir auf dem Zoll- und Quarantäneformular mehrere Punkte angekreuzt
hatten, die anmeldepflichtig waren, mussten wir zur „roten“ Zollkontrolle.
Das Gepäck wurde gescannt und der Mann von der Quarantäne fragte: „Haben Sie Süßigkeiten oder Bonbons im
Handgepäck?“ Ich sagte: „Nicht dass ich wüsste!“. Er untersuchte das
Handgepäck und fand nichts. Wieder wurde das Handgepäck durch das
Röntgengerät geschickt, wieder kam die Frage: „Haben Sie wirklich keine
Süßigkeiten oder Bonbons im Handgepäck?“ „Nein!“. Wieder durchsuchte er das
Handgepäck und fand dann den Auslöser der Verwirrung: Eine Tüte
Papiertaschentücher hatte das Röntgengerät fälschlicherweise als „Süßigkeit“
identifiziert. Nun konnten wir das letzte Gate durchschreiten und wir waren
in Australien: Yippeeh!!
Die
Prozedur beim Vermieter ging schnell voran und 10 Minuten später standen wir
vor unserem Mietauto, einem Hyundai Elantra Automatik. Ich installierte das
GPS und lies die Route berechnen. So kamen wir ca. 17.15 Uhr im Coogee Beach
Holiday Park an. Wir bekamen eine Cabin, das ist eine kleine Hütte mit
2 Zimmern, einer kleinen Dusche/Toilette und einer Veranda, direkt am
Eingang des Campingplatzes. |


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22.11.2004
bis
24.11.2004 |
Wir haben unseren
Unimog!!
Unser erster Weg führt
uns in das lokale Büro von Wallenius Wilhelmsen. Dort wurde uns bestätigt,
dass sich die Ankunft, wie schon im Internet ersichtlich, vom 21.11. auf den
23.11. verschoben hat. Wir bezahlten unsere Gebühren und gingen zum
Zoll. Dort erfuhren wir die Vorgehensweise für den Import und bekamen die
notwendigen Ansprechpartner genannt. Am nächsten Morgen, unser Schiff musste
jetzt schon da sein, kontaktierten wir gleich den Abladeverantwortlichen. Er
wollte uns auf den Nachmittag vertrösten, doch wir fuhren einfach hin und
fragten nach der Entladung. Alles war schon vorüber, d.h. wir konnten jetzt
einen Termin mit dem Zoll und der Quarantäne ausmachen. Doch leider klappte
es erst für den nächsten Tag. Wir waren pünktlich zur Stelle, doch der
Zollbeamte lies sich Zeit. Dafür gab er den Unimog auch gleich frei. Nun die
Quarantäne: David war gründlich, sehr gründlich. Alle vorhanden Schränke und
Anbauten wurden untersucht, unter dem Auto, auf dem Auto, im Motorraum, im
Aufbau, im Führerhaus. Genau hier wurde er auch fündig: Unter der
Originalverkleidung, die man mit einem kleinen Schraubenzieher anheben
konnte, waren Tannennadeln. Uralt, doch sie waren da! O.k., alles nochmals
saubermachen, und nach alles in allem 45 Minuten hatten wir auch die
Freigabe der Quarantäne. Dann ging´s zum Anmelden und zum TÜV. Alles verlief
problemlos und wir hatten endlich die Erlaubnis in Australien zu fahren! Den
Abend verbrachten wir dann noch mit Helen und Ralf, den Verwaltern des
Campingplatzes. |


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25.11.2004
bis
26.11.2004 |
Es geht los!!
Die gestrige
(Abschieds-)Feier ging etwas länger, und so kommen wir erst ein wenig später
los. Nochmals kurz bei Wallenius Wilhelmsen vorbei, die Rückfahrt des
Unimogs buchen, dann sind wir auf unser ersten Etappe nach Cervantes und dem
Nambung National Park. Zwischendurch kauften wir uns noch in einem
Campingshop eine australische Gasflasche (da unserer nicht gefüllt werden
konnte/durfte) und einen Grill. Wieder bewährte sich unser GPS mit
Autorouting. Nach der Ankunft in Cervantes gingen wir nach dem einchecken am
Campingplatz in den Nationalpark. Doch die Pinnacles waren für
unser Auto tabu. Zu breit! So durften wir den 3 km langen Rundweg zu Fuss in
Angriff nehmen. Doch wir stellten bald fest, dass dies die bessere
Alternative war. Es erinnerte uns ein wenig an Göreme in der Türkei, nur
kleiner. Trotzdem recht imposant! Als Zugabe lief uns auch noch ein Bobtail
über den Weg.
Am nächsten Tag fuhren wir
Richtung Geraldton und von da nach Kalbarri und zum gleichnamigen
Nationalpark. Die Fahrt dorthin war geprägt von fast keinem Verkehr und
abwechslungsreicher Steppenland- bzw. Weide- und Getreidewirtschaft. Kurz vor Kalbarri beginnt der Nationalpark und Stichstrassen führen zu
Aussichtspunkten über die zerklüftete Küste. In Kalbarri gings erst mal ins
Internet Cafe, um die aktuellen Berichte hoch zu laden und unsere E-Mails zu
checken. Das zweite klappte, doch die FTP-Software funktionierte
nicht. Und das Passwort für den FTP-Zugriff ist noch zu Hause. Dies muss
jetzt erst mal von zu Hause besorgt werden. |



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27.11.2004
bis
29.11.2004 |
4WD angesagt!!
Der nächste Morgen
begann mit einigen Foto-Aufnahmen in der Stadt, dann fuhren wir wieder in
den Nationalpark, um interessante Felsformationen zu begutachten und
kleinere Wanderungen zu unternehmen. Dann ging es weiter nach Monkey Mia.
Die Attraktion dort sind Delfine, die jeden Morgen an den Strand geschwommen
kommen und dort bis auf Armeslänge sich den Zuschauern annähern. Dort trafen
wir auch Piki, einen Japaner, mit seinem Motorrad und beschlossen, gemeinsam in den
Francois Peron Nationalpark zu fahren, da die erwartenden Pisten im alleine
zu gefährlich waren. Doch keinen Kilometer im Park war für ihn Schluss. Der
Sand war einfach zu tief. Wir brachten ihn zurück zur Strasse und fuhren
dann nochmals rein. 4WD pur! Wir verbrachten ein paar Stunden an der Spitze
der Halbinsel, am Cap Peron, und fuhren dann zu unserer Übernachtungsstelle
an der "Bottle Bay" und verbrachten einen Abend direkt am Strand
ohne irgendwelche anderen Leute. Nach insgesamt ca. 100 km
4WD verließen wir den Park Richtung Coral Bay. Wir machten einem kurzer
Zwischenstopp am Shell Beach, wo der Sand aus reinen Muscheln besteht. Dort
trafen wir auch Christiane und Erwin, Landsleute aus Neustadt an der
Weinstraße (www.ledig-nw.de). Nach
einem weiteren Halt am südlichen Wendekreis (Tropic of Capricorn) kamen wir
nach 570 km in Coral Bay an. |



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30.11.2004
bis
01.12.2004 |
Schnorchelparadies
Ningaloo Reef!!
Zuerst gehen wir mal an den Strand zum Schnorcheln. Kaum war der Kopf unter
Wasser begann das Erstaunen. Fische, viele Fische, große und kleine weiße,
blaue, bunte, ... Und ca. 20 m von der Küste entfernt beginnt gleich das
Korallenriff, man schwebt drüber und schaut und schaut. Im stehen fällt mir ein dunkler Fleck im Wasser auf,
der sich scheinbar bewegt. Ich gehe hin und sehe, im knietiefen Wasser,
tausende kleiner Fische, die einen Knäuel bilden, daneben mehrere größere
Fische, die immer wieder versuchen, die kleineren zu fangen. Doch bald beginnt
das Frösteln, denn das Wasser ist noch nicht so warm, vielleicht 19 - 20
Grad.
Wir buchen eine Fahrt mit dem Glasbodenboot. Wie schon beim Schnorcheln
sehen wir tausende bunter Fische, viele Korallen und viele andere
Meerespflanzen. Das ist einfach grandios. Am äußeren Riff machen wir eine
Pause um auch für eine halbe Stunde zu schnorcheln. Der Bootsführer füttert
die Fische und man schnorchelt mitten zwischen ihnen. Ich tauchte mal unter
dem Boot durch und Marlene nahm mich dabei auf. Die Zeit vergeht viel zu
schnell und wir fahren wieder zurück. Den Abend verbringen wir wieder mit
Grillen, einer der schönsten Beschäftigungen im Urlaub. |



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2.12.2004
bis
3.12.2004 |
Karijini National Park!!
Der Weg von Coral Bay
zum Karijini National
ist mit ca. 620 km unsere bisher längste Strecke. Zuerst geht es durch
"normales" Outback, doch bald sind nur noch Schotterstrecken mit viel
Wellblech angesagt. Auch bekommen wir zum ersten Mal ein lebendes Känguru
vor die Kamera, tote und flüchtende haben wir zuvor schon oft gesehen. Und
dann sahen wir auch noch eine Trappe. Auch
bewähren sich unsere kurz vor dem Urlaub angebrachten Ausgleichsbehälter für
das Radvorgelege. Das Öl, das vorher aufgrund der Entlüftung in die Achse
floss, fließt nun in den Behälter und anschließend wieder in das Radvorgelege
zurück. Die Gefahr eines Radlagerschadens, einer Unimog-Krankheit, wird
dadurch reduziert.
Unser erstes Outback-Camp ist super, sternklarer Himmel, und auch die
ätzenden Fliegen sind nach Sonnenuntergang verschwunden. Dafür kommen andere
Nachttiere...
Am nächsten Morgen fahren und laufen wir die spektakulären Schluchten
des Nationalparks ab, Weano Gorge, Jeoffry George, Oxers Outlook, Glades
Georges .... Einfach super!!
Nach einem kurzen Stopp bei einem Termitenbau, einem Roadhouse und einem
Fluss, der sogar noch teilweise Wasser führt, fahren wir zu unserem
nächsten Ziel, einem Campingplatz in South Hedland. Dort verbringen wir den
Abend. Morgen geht es dann weiter zum Eighty Mile Beach. |



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4.12.2004
bis
5.12.2004 |
Es wird heiß!!
Auf dem Weg nach 80
Mile Beach passieren wir wieder eine Brücke, in den Bäumen daneben sitzen
viele Kakadus. Es wird immer heißer, die Straßenspiegelungen häufen sich.
Tagsüber so um die 40°, nachts immer noch so 30°, im Unimog so 34-35°. Wir
beginnen, die Fahrzeuge mit Klimaanlage zu beneiden.
Am
Strand vom Eighty Mile Beach Caravan Park fallen uns gleich die
Schildkrötenspuren auf. Ist Legezeit? Eine Rückfrage bei der Rezeption
bestätigt uns, dass die Schildkröten so zwischen 1:30 und 3:30 Uhr nachts
gewöhnlich kommen. Also den Wecker gestellt und an den Strand. Und wirklich,
sie kommen! Richtig beeindruckend, wie sie die Löcher graben, die Eier
legen und anschließend sich wieder zum Wasser zurückschleppen. Der Strand
bietet tausende von Muscheln, und es ist einfach ein Spaß immer neue zu
entdecken.
Auf dem Campingplatz treffen wir auch John und Camilla, die mit
ihrem Bus und dem gezogenen 4WD Auto seit 2 Jahren rund um Australien
unterwegs sind. Wir haben uns wieder beim Supermarkt mit Fleisch
eingedeckt, und bald bruzeln Rind- und Kängurufilet auf dem Grill. |



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6.12.2004
bis
8.12.2004 |
Besuch bei Malcolm
Douglas!!
Nach dem Besuch im Infocenter
von Broome am Stadteingang beschließen wir, uns im Palm Grove Caravan Park
niederzulassen. Erstens liegt er unweit des weltbekannten Cable Beach, das
sich rühmt, mit der schönste Strand auf der Welt zu sein, zweitens ist es
nicht weit bis zur Krokodilfarm von Malcolm Douglas, die wir zuerst mal nach
dem einchecken am Campingplatz besuchen wollen. Leider ist Malcolm nicht
selbst anwesend, und unsere Erwartungen werden auch nicht übertroffen. Zwar
sind hier die größten Krokodile der Welt zu sehen, wirklich imposante Tiere,
aber nach den letzten Besuchen von Krokodilparks in Florida und Südafrika
lässt die Spannung doch nach. So begeben wir uns in das nahe gelegene Zoo
Cafe, um mindestens Krokodilfleisch zu essen. Daneben waren noch
Kamelfleisch, Kängurufleisch, Baramundi (lokaler Fisch) und Krabben und
Garnelen auf dem Teller. Wirklich lecker. Zum Abschluss des Tages gingen wir
noch zum Billard spielen in eine Taverne. Am nächsten Tag mussten wir
zuerst mal zur Werkstatt, denn durch die Wellblechpisten war ein Teil
unseres Auspuffs gebrochen und er war nun wirklich laut. Doch die Reparatur
war hervorragend, das alte Teil wurde komplett entfernt und aus mehreren
Einzelrohren und Verbindungen wurde ein neuer Auspuff angefertigt. Am Abend
gingen wir dann, nachdem wir Kamele beim Rücktransport aufnahmen, mit unserem Unimog zum Sonnenuntergang an den Strand. |



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9.12.2004
bis
10.12.2004 |
Auch der Unimog hat
seine Grenzen!!
Auf der Fahrt nach
Derby zeigen sich zum ersten Mal Baobab-Bäume, auch Affenbrotbaum genannt.
Einer davon (siehe Bild) diente früher sogar als Gefängnis (Prison Tree).
Weiter ging es von Derby zur Windjana Gorge. Die Piste
dorthin war Dank Trockenheit gut passierbar, nur noch an wenigen Stellen ist
zu sehen, wie es hier aussieht, wenn es mal regnet. Dann ist fast kein
Durchkommen mehr. Die Windjana Gorge liegt prächtig, im Wasser sind
Süsswasserkrokodile und an Land sahen wir ein Felsenkänguru. Am Tunnel Creek
machten wir nur kurz halt. Das Wasser stinkt und 750 m da durchzulaufen war
nicht sehr verlockend. Nach einer Übernachtung in Fitzroy River Crossing
begann die Weiterfahrt mit Waldbränden. Vor dem Feuer, in Windrichtung,
flogen hunderte von Raben und Raubvögeln, um die flüchtenden Insekten, Eidechsen,
Schlangen etc. zu fangen. Später trafen wir zwei bzw. drei Deutsche mit ihren
Motorrädern, die 13 Monate unterwegs sind. Sie kamen gerade aus Südamerika,
wo sie ein halbes Jahr waren um nun den Rest der Reise in Australien zu
verbringen. Uns hat besonders fasziniert, dass sie zum einen die gleichen
Motorräder wie wir haben (nur die neuere Generation BMW GS 1150 und GS
650) und zum anderen mit Kind unterwegs sind, so wie wir damals in Korsika
und Sardinien und in Griechenland.
Wir fuhren weiter zu den Bungle Bungles. An der Abzweigung von der
Hauptstrasse war ein Tor, das man öffnen und wieder verschließen musste. Die
Piste war rauh und wurde immer härter. Dann, nach 15 km, entschlossen wir, umzukehren. Es wären noch weitere 40 km bis zum Ziel gewesen, und dann
ja auch wieder zurück! Das wollten wir uns und unserem Unimog denn doch
nicht antun. Nach nun 2 1/2 Wochen und 4833
km mit unserem Unimog kommen wir jetzt in Kununurra an. |



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11.12.2004
bis
12.12.2004 |
Bungle Bungles und
Edith Falls!!
Um die Bungle Bungles
doch noch zu sehen, buchten wir einen Flug dorthin. Da der nächste Flug erst
am nächsten Tag möglich war, hatten wir ein wenig Zeit und besichtigten
Kununurra, gingen dort mal wieder ins Internet Cafe um die aktuellen Mails
abzurufen und auch unsere Homepage zu aktualisieren. Eine Attraktion in der
Nähe ist die Ivanhoe River Crossing. Diese Flussdurchfahrt ist mal wieder
nur mit 4WD und genügend Bodenfreiheit zu bewältigen und ein riesiger Spaß.
Am Abend dann, gleich nach Sonnenuntergang, ein besonderes Schauspiel:
Tausende, ja abertausende von fliegenden Hunden (Flying Foxes) flogen über
unseren Campingplatz hinweg, direkt über den See kommend, in 5 - 20 m Höhe.
Der Zug schien nicht mehr abzureisen...
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Um 5:30 Uhr war Treffpunkt und um
6 ging der Flug mit der kleinen Cessna los. Zuerst überflogen wir den Lake
Argyle und näherten uns dann auch schon den Bungle Bungles. Diese
Bienenkorbartig geformten Felsen bilden eine grandiose Landschaftsform.
Zurück ging es dann noch über eine der größten Diamantminen der Welt.
Nach dem 2 stündigen Flug fuhren wir weiter zu den Edith Falls im Nitmiluk
National Park, um dort auch zu übernachten. Highlight waren drei kleine
Schlangen, die innerhalb einer viertel Stunde uns besuchten, und ein Känguru
am Morgen. |



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13.12.2004
bis
14.12.2004 |
Kakadu National Park!!
Neben der großen Hitze, die uns
Dank eines in Broome gekauften großen Fans zumindest nachts nicht mehr
soviel zu schaffen macht, werden die Fliegen immer aufdringlicher. Unsere
Moskitonetze kommen immer wieder zum Einsatz. Glücklicherweise sind bis
jetzt Moskitos überhaupt kein Problem, unser Moskitoschutzmittel benötigen
wir selten. Auf einer Bootsfahrt auf dem South Alligator
River sind viele Vögel und Krokodile zu sehen, dann auch noch ein Baum
voller Flughunde. Doch am meisten beeindruckten uns die alten Felsmalereien
der Aboriginis. Zum Teil mehrere tausend Jahre alt haben sie bis heute den
Zahn der Zeit überlebt. Größere Felsmalerei Ansammlungen findet man am Nourlangie Rock und bei Ubirr. Beide Stellen sind absolut sehenswert.
Aufgrund unserer Erfahrungen mit den Schlangen und den Fliegen gehen wir
grundsätzlich nur noch in Wanderstiefeln und mit Fliegennetzen auf unsere
Wanderungen. Doch bei über 40 Grad im Schatten fallen auch unsere
Wanderungen nur kurz aus. Am Abend sind tolle Blitze zu sehen und tiefes
Donnern, doch Regen gibt es nicht viel. Wir machen uns auf den weg
nach Darwin, um mal wieder Kontakt mit der restlichen Zivilisation per
E-Mail und Handy aufzunehmen. Handy-Empfang ist leider nur in der nähe
großer Städte möglich, d.h. fast überall in Australien sind wir nicht
erreichbar! |



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15.12.2004
bis
16.12.2004 |
Nördlichster Punkt
erreicht!!
Auf dem Weg vom Kakadu
Nationalpark zum nördlichsten Punkt unserer Reise, Darwin, machten wir noch
einen Zwischenstopp bei imposanten Termitenhügeln. Auf dem Campingplatz
angekommen richteten wir uns gleich direkt neben dem Swimmingpool ein, denn
mittlerweile gab es neben der großen Hitze von tagsüber über 40° auch noch
eine hohe Luftfeuchtigkeit von 50 - 60%. Immerhin hatten wir nachts im
Wohnmobil nur noch 38°. Wir blieben 2 komplette Tage um auch mal wieder
Wäsche zu waschen und nach nun über 6.000 km das Auto in einer Werkstatt
checken zu lassen. Glücklicherweise war alles o.k., so dass wir unsere Fahrt
beruhigt fortsetzen können. Darwin selbst war nicht so interessant, doch
abends war endlich mal wieder was los und wir verbrachten die Abende in der
Stadt, die bequem mit dem Bus zu erreichen war.
Auf der Weiterfahrt nun wieder Richtung Süden machten wir halt an der
Didgeridoo Hütte (www.didgeridoohut.com.au), um endlich
mal ein australisches Souvenir, ein Didgeridoo, zu kaufen. Der Künstler
selbst spielte uns auf einem vor und es war wirklich unglaublich wie es
klang. Wir nahmen dies mit der Videokamera auf, um den Ton für unseren Film
mitzuschneiden. |


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17.12.2004
bis
18.12.2004 |
Endlich Kängurus!!
Der Litchfield Park
beginnt gleich am Anfang mit einer Besonderheit: Termitenbauten, die in
Süd-Nordrichtung ausgerichtet sind, um möglichst wenig Sonneneinstrahlung zu
haben. Direkt daneben helfen sich andere termitenarten dadurch, dass sie
möglichst hoch bauen. Weitere Attraktionen sind die Wasserfälle, wie z.B.
die Florence Falls und die Wangi Falls. Jedoch auch weitere sind durchaus
sehenswert. Zu den Sandy River Falls gelangt man nur auf einer 4WD Piste.
Gleich am Anfang beginnt der Track mit einer ca. 50 m langen und 60 cm tiefen
Flussdurchfahrt. Auch danach gibt es immer wieder Schlamm- und
Wasserdurchfahrten. Den Abend und die Nacht verbrachten wir am Campingplatz
an den Wangi Falls. Diese naturnahen Campingplätze werden von Rangern
überwacht, weitere Versorgungsmöglichkeiten außer Plumbsklos und Duschen
sind nicht vorhanden. Noch vor Sonnenuntergang waren wir dann die einzigen
Camper, was die Tiere nun ermunterte, mit uns diesen Platz zu teilen. Um uns
waren überall Kängurus, fraßen gemütlich vor sich hin oder trugen Boxkämpfe
aus, ein Waran kam zu Besuch und die Spinnen bezogen ihre Netze und
unbekannte Vögel erschienen. In den Bäumen hingen Flughunde, bis sie dann
nach Einbruch der Dunkelheit zu ihren Fressplätzen aufbrachen. Der Abend
verging wie im Flug, und morgens waren die Kängurus immer noch da, erst als
wir die Wohnmobiltür aufmachten ergriffen sie die Flucht. |



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19.12.2004
bis
21.12.2004 |
The early bird catches
the ...!!
Auf dem Weg zu unserem
nächsten Ziel passieren wir mal wieder einen Road Train. Daly Waters hat
einen bekannten Pub. Dort hinterlässt fast jeder vorbeikommende irgend
etwas, seien es Slips oder BH´s, Fahnen, Visitenkarten, Geldscheine,
Ansichtskarten, Sprüche, usw. Eine vergleichbare Kneipe hatte ich mal in
Chicken in Kanada auf dem Weg von Alaska erlebt. Nach einem Begrüßungsbier
grillten wir wieder unser Fleisch und Gemüse und verbrachten dann den Abend
beim gemütlichen Gespräch mit einer australischen Familie und einigen
Bieren. Die Australier können schon trinken ...
Nach etwas verspäteter Abreise besuchten wir zuerst den Bitter Creek im
Elsey National Park. Das Wasser stinkt und so sparen wir uns den Besuch und
das Bad im gleichen Fluss etwas weiter in den bekannten Hot Springs. Wir
erreichen Devils Marbles bei Regen, so dass wir uns mit der Besichtigung auf
Morgen vertrösten. Kurz vor 6 geht die Sonne auf und es ist das erste Mal,
dass wir so früh aufstehen, doch es lohnt sich. Die "Marbles" werden von der
aufgehenden Sonne toll angeleuchtet und wir können schöne Foto- und
Videoaufnahmen machen. Auf der Fahrt nach Alice Springs machen wir eine
Frühstückspause in Ti-Tree und Marlene will unbedingt ein Bild mit der
kleinen Aborigini Dame haben! Dann etwas besonderes: Wir passieren wieder
den Wendekreis des Steinbocks und genau einmal im Jahr, und zwar heute, am
21.12., steht die Sonne hier um 12 Uhr mittags senkrecht über uns. Nun wird
die Sonne sich wieder Richtung Norden bewegen... |



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22.12.2004
bis
24.12.2004 |
Alice Springs und
Umgebung!!
In Alice legen wir mal
wieder einen Ruhetag ein, um Fahrzeug und Mensch zu überholen/erholen und
mit der Außenwelt via Internet Kontakt zu halten. Den Abend verbringen wir
in Western Restaurant Bojangles, einem Pub, den man in Alice unbedingt
gesehen haben sollte. Er bietet auch jeden Tag von 9 Uhr abends bis 1 Uhr
morgens Life Übertragungen über seine im Pub verteilten Videokameras ins
Internet. Unsere Weiterfahrt führt uns zuerst in die McDonald Ranges, dort
besichtigen wir die Gorges Standley Chasm, Ellery Creek Big Hole und
Ormiston Gorge. Wir sehen zum ersten mal auch ein Wallaby, ein
Felsenkänguru. In der Glen Helen Lodge besorgen wir uns eine Erlaubnis zur
Befahrung der Mereenie Loop Road, die über Kings Canyon zum Uluru (Ayers
Rock) führt. Die Strasse ist zwar nicht unbedingt nur für 4WD Fahrzeuge
machbar, doch die vielen Wellblechabschnitte, die das ganze Auto erzittern
lassen, und einige Schlammdurchfahrten machen sie ziemlich anfällig für
Fahrzeugschäden. Wir sind froh als wir nach 250 km geschüttle, ziemlich
dreckig, im King Canyon Ressort ankommen.
Am nächsten Morgen stehen wir wieder früh auf, denn der Wanderweg rund um
den Kings Canyon ist mit 3 1/2 Std angegeben und es wird doch sehr früh sehr
heiß. Die Wanderung ist eine Pracht! Über 6 km geht es zuerst sehr steil ca.
100 Höhenmeter an den Schluchtrand, dann um die Schlucht herum, mit vielen
phantastischen Ausblicken. Kein Geländer schützt die Wanderer vor den
steilen Rändern, nur Warntafeln weisen darauf hin, dass man sich leicht in
Lebensgefahr begeben kann!
Nach diesem tollen Erlebnis fahren wir weiter und passieren ca. 100 km vor
dem Ayers Rock den Mt. Connor. |



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24.12.2004
bis
25.12.2004 |
Heiligabend am Ayers
Rock (Uluru)!!
Es gibt wirklich kaum
etwas schöneres für Heiligabend als diesen am Uluru zu verbringen. Der Berg
sieht von weitem wie ein einziger Felsbrocken aus, doch von nahem betrachtet
entpuppt er sich eher wie ein Schweizer Käse mit all seinen Löchern. Die
Temperaturen lagen bei über 36° C, d.h. ein Aufstieg war nicht erlaubt. So
richteten wir uns rechtzeitig am Sunset Viewing Point ein und sahen die
schönen unterschiedlichen Farben, die der Sonnenuntergang hervorbringt.
Leider wurde das Wetter schlechter, so dass der richtige Sonnenuntergang
nicht mehr zu sehen war und es begann auch bald zu regnen. Den Abend
verbrachten wir im nahe liegenden Ressort und das Buffet war hervorragend.
Wie immer ist man viel zu schnell satt und kann viele der angebotenen
Köstlichkeiten erst gar nicht probieren.
Am nächsten Morgen fuhren wir zu den Olgas (Kata Tjuta). Diese ca. 50 km vom
Uluru entfernten Felsformationen bilden ebenso eine malerische Kulisse für
Foto und Video. Der Wanderweg durch das Valley of the Winds machte seinem
Namen alle Ehre. Durch die Anordnung der Felsen entsteht ein Tunneleffekt
und ein sehr sterker Wind bläst einem ständig ins Gesicht. |


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26.12.2004
bis
29.12.2004 |
Wir sind an der
Ostküste!!
Der Tacho geht nicht
mehr, die Auspufftopfbefestigung ist gebrochen, der linke Tank ist um ca. 10
cm, der rechte um ca. 7 cm versetzt, die Zusatzfernscheinwerfer gehen nicht
mehr, im Wohnbereich und in den Staukästen ist überall roter Staub. Was ist
geschehen? Am Uluru (Ayers Rock) haben wir uns entschieden, nachdem wir
bisher von größeren Pannen verschont wurden und sehr gut vorangekommen sind,
die "große" Runde über die Ostküste anzugehen!
Also zurück nach Alice Springs und erst noch mal ausgiebig gegessen
(Crevetten und Shrimps als Vorspeise, Kängurufilet und Pilse und Tomaten als
Hauptspeise), denn die nächsten Tage gibt´s nur Nudelgerichte.
Der kürzeste Weg führt über den Plenty Highway und den Donahue Highway nach
Boulia und von da über den Capricorn Highway bis Rockhampton, so etwa 2100
km. Doch die ersten bis Boulia haben es in sich: von 820 km sind über 600 km
reine Schotterpiste mit vielen Wellblechpassagen, die oben genannte Schäden
verursachten. Bis Boulia haben wir ganze 7 Autos gesehen, d.h. im Schnitt
weniger als 1 Auto pro 100 km! Da kann man auch auf der Strasse sein
Mittagsschläfchen halten.
Zum ersten mal bekamen wir auch ein Emu vor die Linse, und Vögel. Und was
war denn das? Ein Krokodil in der Wüste? Erst nachdem wir näher kamen
erkannten wir einen riesigen Waran, bestimmt 2 m lang und sehr fett. Dann
kamen die Heuschrecken! Tausende, unsere Frontscheibe und der ganze
Frontbereich war voller Leichen und fast undurchsichtig. Nach einem Stopp
bei der Hall of Fame in Longreach, wo die Geschichte der australischen
Stockworker (Cowboys) dargestellt wird, erreichen wir nach 3 Taqen nun
Rockhampton.
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30.12.2004
bis
31.12.2004 |
Ein Juwel - Fraser
Island!!
Wir kommen um 15 Uhr
in Hervey Bay an und erkundigen uns gleich nach einer Fähre für Fraser
Island. Die Dame im Tourismusbüro macht uns wenig Mut, heute noch eine zu
bekommen, doch am Ende sind wir mit noch einem anderen Auto alleine auf der
Fähre. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und nur mit
Allradfahrzeugen befahrbar. Gleich nach der Ankunft geht es ca. 10 km am
Strand entlang zu unserer ersten von uns ausgesuchten Übernachtungsstelle.
Prinzipiell kann man überall übernachten, doch wir bevorzugen, wenn immer
möglich, einen Platz direkt am Strand. Heute gibt es mal wieder einen
fabelhaften Sonnenuntergang.
Der Morgen bringt uns zuerst mal ein wenig Regen und wir starten die
Überfahrt auf die Ostseite der Insel. Zuerst geht es durch tiefen Sand und
Buschland, dann, so in der Mitte, beginnt der Regenwald und riesige Bäume
müssen umfahren werden. Auf der anderen Seite besichtigen wir das Wrack der
Maheno, die hier in den 20er Jahren auf Grund lief. Kurz danach lief uns
noch ein Dingo über den Weg. Wir hatten vor, den letzten Tag des Jahres hier
auf Fraser Island zu verbringen, doch war das Restaurant in Happy Valley
ausgebucht und übernachten durften wir dort auch nicht! Nudeln zu Silvester?
Nein, also runter von der Insel und über den Inskip Point nach Rainbow
Beach. Wir mussten noch mit anderen auf die Fähre warten, doch dann
reservierten wir gleich nach der Ankunft 2 Plätze in einem Restaurant und
dort gab es dann Austern, Lamm und Barramundi. Rechtzeitig zum Jahreswechsel
waren wir wieder zurück und konnten gemütlich auf das neue Jahr anstoßen.
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1.1.2005
bis
5.1.2005 |
Das neue Jahr hat
begonnen!!
Zuerst schlafen wir
mal aus und gehen in Rainbow Beach frühstücken (so gegen 1/2 12 Uhr). Nach
Brisbane ist es ja nicht so weit, nur so 200 km. Unterwegs ist es fast wie
zuhause, zum ersten mal begegnen uns Nadelhölzer, die hier aufgeforstet
wurden, und wir passieren die Horse Mountains. In Brisbane wollen wir auch
nur eines besichtigen: das weltweit erste und größte Koala Sanctuary.
Nachdem obligatorischen Foto mit einem Koala (wer lächelt eigentlich auf dem
Bild mehr?) besichtigen wir noch andere Tiere, die dort gehalten werden, wie
z.B. Wombats, Schlangen, und auch Kängurus. Die kann man dort streicheln
oder auch einfach ein Nickerchen neben ihnen halten. Ganz in der Nähe
unseres Campingplatzes gab es die Freeman Road, die mussten wir
selbstverständlich gleich fotografieren. Frühstück gab es dann in Surfers
Paradies, und zum ersten mal fühlten wir in Australien auch so etwas wie
"Straßen- und Strandleben". Die Weiterfahrt ging an schönen Abschnitten
entlang, doch bald gab es Stau. Damit hatten wir hier in Australien
überhaupt nicht gerechnet, und im Urlaub im Stau stehen? Bestimmt nicht,
also ab auf den nächsten schön gelegenen Campingplatz bei Brunswick. Da wir
sowieso einiges zu reinigen hatten, buchten wir gleich 2 Nächte. Wir haben
frischen Fisch gekauft, den gab´s zum Barbecue Dinner. Die Weiterfahrt
brachte neben nun dreispurig ausgebauten Strassen und "Prawns"-Verkaufsläden
eine Überraschung: auf einmal fiel während der Fahrt der komplette Strom
aus. Also die nächste Ausfahrt runter und nachgeschaut. Wir fanden nichts,
also ließen wir den dortigen ADAC kommen. Der konnte aber auch nicht
weiterhelfen, doch schloss er noch den Anlasser kurz, damit zumindest der
Motor Ansprang und brachte uns zum nächsten Campingplatz. Morgens um 7 Uhr
rief dann David, ein Autoelektriker, an, dass er bald vorbeikommt. Also
aufgestanden und nochmals nach der Ursache gesucht. Und nun fand ich ein
gelöstes Kabel! Festgemacht und alles lief wieder, und als David kam waren
wir schon startklar. Einen halben Tag später als geplant kamen wir dann im
Lane Grove Campground in der Nähe von Sydney an. |




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6.1.2005
bis
7.1.2005 |
Welcome to Sydney!!
Noch am Abend bekamen
wir Besuch: zuerst eine große Eidechse, dann bunte Sittiche, dann ein Possum. Dann ging´s in die
Stadt: Direkt am Campingplatz sollte um 10.30 Uhr ein Zubringerbus zur
nächsten U-Bahn Station fahren. Doch es kam keiner, also liefen wir zur
nächsten Bushaltestelle und nahmen dort einen Bus. Das Wetter war
mal wieder super und gleich fielen uns die Anzeigen auf, die Besucher darauf
hinwiesen, von welcher Seite die Autos zu erwarten sind. Dann begann die
Besichtigung: Vom Hafen aus konnte man schon die beiden berühmtesten
Bauwerke Sydneys sehen, die Harbour Bridge und das Opera House. Wir
besichtigten zuerst die Harbour Bridge. Die Sicht von dort auf die Oper, die
Stadt und den Fluss ist grandios. Auf der Bootsfahrt nach Manly kann man die
Oper und die Harbour Bridge aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.
Zum Dinner gingen wir ins Hard Rock Cafe, das, wie alle auf der Welt, mit
Relikten der berühmtesten Hard Rock Bands der 60er bis 80er Jahre
ausgestattet ist. Auch wurden die Zeiten verschiedener anderer Hard Rock
Cafes auf der Welt angezeigt. Nur die Sydney Zeit war falsch! Wir fragten
die Bedienung nach der Ursache und sie bestätigte, dass die Zeit stimmt! Es
gibt eine Stunde Zeitunterschied zwischen Queensland und New South Wales!
Nun hatten wir auch den Grund, warum der Bus am Morgen nicht kam. Seit 3
Tagen hatten wir nun mit einer Stunde Zeitdifferenz gelebt. Wieder mal merkt
man, wie unwichtig die Zeit im Urlaub ist, wenn man nicht gerade ein Treffen
mit jemandem vereinbart hat. |



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8.1.2005
bis
9.1.2005 |
Es wird wieder kühler!!
Seit wir an der
Ostküste sind ist das Wetter zwar immer noch sehr schön, doch jetzt sind
auch die Temperaturen wesentlich angenehmer. Seit Sydney müssen wir abends
auch wieder lange Hosen und Sweatshirts anziehen, und im Unimog liegt die
Temperatur dann bei ca. 20° C und man kann wieder prima schlafen.
Von Sydney fuhren wir zuerst mal in die Blue Mountains. Bekannt ist das sehr
schön gelegene Gebirge vor allem durch die "Three Sisters". Dort sahen wir
mal wieder einen "neuen" Kakadu, dieses mal in rot und blau. Auf dem
Weiterweg machten wir halt in Kiama. Hauptsehenswürdigkeit dort sind "Blowholes",
d.h. Löcher in den Felsen durch die das Wasser bei Flut gepresst wird und
hohe Fontänen entstehen. Wir hatten gerade Ebbe und die Fontänen waren eher
bescheiden. Der dortige Campground liegt wunderschön doch leider ist das
Wasser ziemlich kalt.
Die nächste Nacht verbrachten wir in Eden. Eden ist bekannt für seine vielen
"Killerwale", die direkt dort an der Küste auf Jagd gehen und jedes Jahr
findet ein großes "Killer Whale Festival" statt. |


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10.1.2005
bis
11.1.2005 |
Die Pinguin-Parade -
aber ohne uns!!
Wir fuhren auf Philip
Island um die dortige "Pinguin-Parade" anzuschauen, d.h. eine Stelle an der
jeden Abend Pinguine aus dem Wasser kommen und zu ihren Nestern laufen.
Wir kauften mittags schon unsere Tickets, doch als wir am Abend rein wollten
sollten wir Foto- und Videokamera abgeben! Dies auf keinen Fall, denn wir
waren ja hier um Aufnahmen zu machen. Glücklicherweise bekamen wir unser
Eintrittsgeld zurück. Außerdem hatte uns der Touristenstrom auch schon ein
wenig abgeschreckt. Bis zu 500 Leute sind allabendlich vor Ort um sich dies
anzuschauen. Doch wir mussten nicht auf Pinguine verzichten. Am nahe
gelegenen Kap nisten Pinguine zwischen Möwen und für uns umsonst und Bilder
konnte man auch machen! Als Zugabe sahen wir dort auch noch eine
Schlange, die im letzten Abendlicht sich nochmals aufwärmte. |

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12.1.2005
bis
13.1.2005 |
Nachtleben muss auch
mal sein - Melbourne!!
Nachdem wir uns die
China Town angeschaut hatten gingen wir mal wieder deutsch essen, ins
dortige Hofbräuhaus. Wiener Schnitzel und Haxen und Spätzle und Sauerkraut und deutsches Bier. Nach 8
Wochen tat das mal wieder gut. Am nächsten Abend war Unterhaltung angesagt
und wir besuchten das "Crown Entertainment Center". Nach dem Essen wollten
wir dort im
Casino unsere Urlaubskasse aufbessern, doch sie wurde eher leerer und so
gingen wir lieber in eine Disco. In diesem Komplex ist alles ganz nahe
beieinander. So kamen wir dann morgens um 3 Uhr mit dem Taxi wieder beim
Campingplatz an. Nachdem wir lange ausgeschlafen hatten gingen wir nochmals
in die Stadt um zum einen noch ein paar Fotoaufnahmen zu machen und zum
anderen noch einzukaufen. Es war gerade Sommerschlussverkauf, und Marlene
ist dann überhaupt nicht mehr zu halten .... Doch am Ende hielten sich die
Ausgaben doch in Grenzen! An der Uferpromenade fand noch eine
Kunstausstellung von indianischen Totempfählen statt. Und dies in
Australien! |

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14.1.2005
bis
15.1.2005 |
Südlichster Punkt
erreicht!!
Bei Appolo Bay haben wir unseren
südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Wir sind auf der "Grand Ocean
Road", kurz GOR, und die Australier bezeichnen sie als die schönste Strasse
der Welt. Beeindruckend sind die Felsformationen, Durch- und Abbrüche,
entlang der Küste bei Port Campbell, genannt "die 12 Apostel", aber auch die
kurvenreiche Strecke an sich ist schön. Auf der Weiterfahrt kommt man dann
noch an "Brücken" mit dem Namen "London Bridge" und "The Arch".
In Port Campbell hatten wir unsere bisher kälteste Nacht: außen waren es
gerade mal noch 10° , innen immerhin noch 15° C. Da wir nur unsere
Sommerschlafsäcke dabei haben mussten Handtücher die zusätzliche
Wärmeisolierung übernehmen. Und kuscheln ...
Die nächste Nacht verbrachten wir im Goorong National Park, an der 42 Mile
Crossing, über eine ca. 30 m hohe Düne. Die Befürchtungen, am nächsten
Morgen nicht so leicht wieder dort raus zukommen waren zum Glück umsonst und
auf der Weiterfahrt nach Kangaroo Island passierten wir ein "Riesen-Lobster"
und Pelikane. |


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16.1.2005
bis
17.1.2005 |
Kangaroo Island!!
In Jervis Bay nehmen
wir die Fähre "Sealink" nach Kangaroo Island. Dort sind mehrere Attraktionen zu
bewundern und die Überfahrt war aufgrund starken Windes ganz schön wackelig,
doch die Insel ist wirklich eine Reise Wert.
Angefangen haben wir in der
Seals Bay, der Robben Bucht. Dort sind mehr als 500 Robben zu Hause und es
werden Wanderungen zu diesen am Strand angeboten. Doch uns reichte der "Boardwalk",
von dort sieht man fast genau soviel. Auf der Weiterfahrt sahen wir einen
weiteren Echidna, eine Art Igel bzw. eher Stachelschwein, leider jedoch nur von hinten,
denn sobald wir uns näherten drehte er sich rum. Und dann die Überraschung: Auf
unserem Campingplatz waren sowohl Kängurus als auch Wallabis (kleine
Kängurus) als auch Koalas zu sehen und viele Papageien. Direkt bei
uns, und eigentlich wollte ich unsere Homepage updaten. Wir mussten acht
geben, dass unser Wein nicht getrunken wurde.
Eine Rundfahrt durch den Flinders
Chase National Park führte uns zu den "Remarkable Rocks", sehenswerte
Felsformationen, die speziell für Fotografen äußerst interessant sind. |



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18.1.2005
bis
22.1.2005 |
Wieder in Western
Australia - in Kalgoorlie!!
Wir haben eine
Powerfahrt - in Australien heißt es eigentlich man sollte einen Powernap
einlegen - hinter uns und sind wieder in Western Australia angelangt. Nach
Kangaroo Island machten wir unseren ersten Übernachtungsstopp bei Harry, der
eigentlich Grieche ist und Harris heißt und einen Markt und eine Olivenzucht
betreibt. Die Weiterfahrt führte uns an der steilen Südkiste entlang durch
die Nullarbor (= Baumlose Ebene). Gleich danach befährt man auch die mit mit
146,6 km längste gerade Strasse Australiens. Warntafeln weisen auf Kamele,
Emus und Kängurus hin, wie sahen nur die letzten beiden, und die Kängurus
meistens tod am Straßenrand bzw. auf der Strasse. Niemand macht sich die
Mühe die hunderte von toten Tieren zu entfernen.
Kalgoorlie ist die größte Goldgräberstadt Australiens und Gold wird dort im
Tagebau abgebaut. Die Big Pit, das größte Loch, ist 3 km lang, 1,5 km breit
und ca, 350 m tief. Fast jeden Tag finden Sprengungen statt, die man auch
vom Aussichtspunkt anschauen kann. Beeindruckend sind die riesigen Laster,
die Tonnen von Material aus der Tiefe zur Weiterverarbeitung herausholen. |


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23.1.2005
bis
24.1.2005 |
Hyden und Albany!!
Auf dem Weg nach
Albany machen wir einen Übernachtungstopp in Heyden, um dort den Wave Rock
anzuschauen. Der wellenartig geformte Felsen ist ca. 200 m lang und ca. 10 m
hoch. Auf dem Fels sind zusätzlich Wasserrinnen angebracht, die das
Regenwasser als Trinkwasserreservoir zu einem Auffangbecken leiten.
In Albany gingen wir an den Campingplatz in am Middleton Beach. Auf einem
schön angelegten Küstenwanderweg trafen wir überraschend eine Statue von
Kemal Ataturk mit der Aufschrift "Frieden zu Hause, Frieden in der Welt". Am
Wegesrand sahen wir dann auch wieder für uns neue "Lizzards" (Eidechsen).
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25.1.2005
bis
27.1.2005 |
Windy Harbour - Nomen
est Omen!!
Der Tree Top Walk bei
Walpole führt in 30 - 40 m Höhe durch die riesigen Bäume bei Walpole. Die
höchsten Bäume erreichen bis 90 m Höhe und haben einen Durchmesser bis zu 4
m. Erstaunlich, wie die riesigen Bäume trotz ausgehöhltem Baumstamm die
häufigen Stürme überstehen.
Nun sind wir in Windy Harbour, um ein bisschen zu relaxen. Eigentlich haben
wir nur eine Übernachtungsstelle gesucht, doch der Platz ist so schön, dass
wir beschlossen, ein paar Tage hier zu bleiben. Der Ort ist klein, aber
schön und es leben dort hauptsächlich Fischer. Bei diesen kann
man Fisch und Crayfish (Lobster) kaufen, wirklich günstig (ca. 3,50 Euro für zwei große
Fische, ein Crayfish kostet gerade mal 6 Euro!). Einfach ins kochende
Salzwasser und fertig. Der Ort ist wirklich windig und das allabendliche
Lagerfeuer ist bitter nötig, gleichzeitig dient es auch noch als Kochstelle.
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28.1.2005
bis
29.1.2005 |
D´Entrecostaux
und Warren National Park!!
Wir wanderten an der
schönen Südküste Australiens zum Point d´Entrecostaux im gleichnamigen
Nationalpark. Man hat von dem Wanderweg tolle Aussichten und am südlichsten
Punkt befindet sich ein Leuchtturm, der vor den vielen Riffen vor der Küste
warnt.
In der Vergangenheit wurden auf den höchsten und bestens gelegenen Bäumen
Aussichtsplattformen zur Überwachung von Waldbränden
eingerichtet. Drei dieser Bäume sind nun der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht worden, der höchste davon ist der Dave Evans Bicentennial Tree im Warren National Park.
Die erste Plattform befindet sich in ca. 20 m, die obere in über 60 m Höhe!
Man kann diese besteigen, jedoch auf eigene Gefahr. Kein Netz schützt vor
einem Absturz. Die in den Baum getriebenen Eisenstangen dienen als Fußtritt
und zum Festhalten und zusätzlich wurde noch ein Handdraht angebracht. Uns
war der Aufstieg nach ein paar Metern zu gefährlich und so blieb es bei den
Fotos von unten. |

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30.1.2005
bis
2.2.2005 |
Bunbury - die vorletzte Etappe unserer Reise!!
Bunbury ist ein hübsches kleines
Städtchen und unser Campingplatz "Koombara Bay Holiday Resort" liegt
unmittelbar am Stadtrand und direkt an der Strasse, die am Strand entlang
führt. Wir haben uns ein Moskitozelt gekauft, erstens, um uns die restlichen
Tage vor Fliegen und Moskitos zu schützen, zum anderen ist Campingausrüstung
hier in Australien viel billiger als zu Hause. Unseren Geburtstag verbringen
wir in einem Restaurant am Strand in der Nähe unseres Campingplatzes. An
diesem Strand befindet sich auch eine weitere Möglichkeit, Delfine ganz aus
der Nähe betrachten zu können. Hier ist es auch erlaubt, mit Schwimmbrille
und Schnorchel ins Wasser zu gehen, nur Flossen sind verboten. Auch darf man
nicht schwimmen sondern muss sich ins Wasser bücken. Da ich meine
Schnorchelausrüstung am Wohnmobil gelassen habe fiel dies sowieso aus.
Außerdem ist das Wasser "saukalt". An diesem Strand und im Hafenbecken sind
auch Rochen zu sehen. |


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3.2.2005
bis
10.2.2005 |
Wir sind wieder in Fremantle
-
Nach 19.865 km sind wir wieder
in Fremantle angekommen. Wir haben ca. 4.200 Bilder und 12,5 Std Videofilm
aufgenommen, die jetzt nach dem Urlaub bearbeitet werden müssen.
Wir besuchen nochmals den Hafen
von Fremantle und gehen dann zum Strand um die letzten Foto- und
Videoaufnahmen zu machen. Dann gehen wir zum Hafen zur Zoll- und Exportkontrolle
und zur Abnahme seitens Wallenius Wilhelmsen. Alles geht gut und wir
verbringen dann die 2 letzten Tage in Perth, gehen nochmals mit Bill, den
wir in Darwin kennen gelernt haben und der gerade in Perth ist, schön essen
und zum Intercontinental Hotel ins Casino. Ein letzter Blick zurück auf
Perth und .... das war´s! |

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14.4.2005
bis
15.4.2005 |
Auch der Unimog ist wieder da!!
9 Wochen nach unserer
Rückkehr ist auch unser Unimog wieder da! Wir holten ihn in Bremerhafen ab,
nachdem er mit der Tamerlane von Fremantle über Singapur, Japan, USA
Westküste, Panama und USA Ostküste nach Bremerhaven verschifft wurde. Die
Weltumrundung ist jetzt für ihn beendet. |
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Wir
möchten auch noch Bilder von Personen vorstellen, mit denen wir in unserem Urlaub schöne
Stunden verbrachten oder auch nur angenehmen Gespräche führten, auch wenn
wir leider nicht alle aufnehmen konnten (in zeitlicher Reihenfolge)




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Info Fahrzeugverschiffung
Australien
Wir entschieden uns für den RoRo Transport, da unser Fahrzeug für einen
Container zu groß ist und Flat Transport nicht in Frage kam, da dann das
Fahrzeug Wind und Wetter auf hoher See ausgesetzt sein würde. Als Spediteur
nahmen wir Wallenius Wilhemsen, da wir dort zum einen sehr kompetente
Mitarbeiter trafen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen und zum
anderen auch einen guten Preis (im Vergleich) anboten. Handeln war bei uns
trotz Versuchs leider nicht möglich, auch nicht für den Rücktransport.
Der Transport von
Bremerhaven nach Fremantle dauerte 5 Wochen, der Rücktransport von Fremantle
nach Bremerhaven dann 9 Wochen.
Der Durchgang zum Aufbau
wurde mit einem 3mm Alublech von der Aufbauseite verschraubt, der Aufbau
selbst wurde verschlossen, so dass ein Zugang in den Aufbau weder von
außen noch durch das Fahrerhaus möglich war. Abgegeben wurde nur ein
Schlüssel für Fahrerhaus und für Zündung.
Beim Hintransport wurde
ein Außentemperaturmesser, beim Rücktransport ein Kompass aus dem Fahrerhaus
entwendet, Transportschäden traten nicht auf.
Für die temporäre Einfuhr
benötigt man ein Carnet de Passage.
Wir waren einen Tag vor
Ankunft des Schiffs in Fremantle und besuchten dort zuerst Wallenius
Wilhemsen, dann den Zoll, um die Einfuhrprozedur abzustimmen. Einen Agenten
für den Import hatten wir nicht, ist auch wirklich nicht notwendig, da alle
notwendigen Dinge problemlos Vorort einfach zu erledigen sind.
Ankunft in Fremantle:
1. Tag
1) Besuch Wallenius
Wilhelmsen -> Bezahlung Gebühr und Empfang der Unterlagen für den
Hafenbereich und Nennung des Namens des Entladeverantwortlichen
2) Besuch beim Zoll -> Auskunft Importformalitäten und Personen
3) Besuch bei der Zulassungsstelle -> temporäre Lizenz zum Fahren des
Fahrzeuges bis zur Zulassung (48 Std) und Info über Zulassungsformalitäten
(restliche Aktivitäten können direkt bei der Vehicle Inspection, ca. 500 m
entfernt, durchgeführt werden)
2. Tag
1) Anruf beim
Entladeverantwortlichen im Hafen bzgl. Fahrzeug -> Entladung war schon
beendet
2) Besuch beim Zoll -> von dort aus Anruf bei der Quarantänebehörde ->
gemeinsamen Termin mit Zoll und Quarantäne vereinbart, leider erst am
nächsten Tag möglich
3) Info des Entladeverantwortlichen im Hafen bzgl. Abholtermin
3. Tag
1) Termin im Hafen mit
Zoll und Quarantäne und Entladeverantwortlichem -> Zoll stempelt Carnet de
Passage ab, dauer ca 5 Minuten, dann Quarantäne -> sehr genaue Untersuchung
innen und außen, nach ca. 40 min ok. -> Einreise in Australien
2) Fahrt zum TÜV (Vehicle Inspection), ungefähr gleicher Prüfumfang wie hier
in Deutschland. Bei der Probefahrt hatte ich Angst um mein Fahrzeug, da der
Prüfer Linkssteuerung und rechts Schaltung nicht gewohnt war. Dort bekommt
man gleich auch die Zulassung und schließt die Fahrzeugversicherung ab
3) Losfahren ....
Abfahrt von Fremantle:
1. Tag
1) Besuch Wallenius
Wilhelmsen -> Bezahlung Gebühr und Empfang der Unterlagen für den
Hafenbereich und Nennung des Namens des Inspekteurs für Export
2) Besuch beim Zoll und Formalitäten und Termin für Export geklärt -> Info
Inspekteur von W&W über Termin
2. Tag
1) Fahrt zum Hafen, dort
treffen mit Zoll undInspekteur W&W -> Exportstempel für Carnet de Passage,
Abgabe Exportpapiere, wieder keine Fahrzeugkontrolle des Zolls.
Oberflächliche FZ-Kontrolle durch Inspekteut W&W, wichtig war vor allem dass
Gasflaschen leer sind und Ventil geöffnet.
2) Übergabe Fahrzeug an Ladevertantwortlichen (gleiche Person wie bei der
Ankunft) |
Kosten
Fahrzeugverschiffung Australien
Hinfahrt nach
Fremantle (November 2004)
Verschiffung und Zulassung
102,50 US$
pro Kubikmeter, zusätzlich 22,4% Treibstoffzuschlag
(die Umrechnung in Euro wurde in der Rechnung mit dem
"schlechteren" Seetransportkurs anstatt mit dem aktuellen
Tageskurs durchgeführt, ca. 10% Aufschlag, Beschwerde
erfolglos)
240,00 € Handlingsgebühr Bremerhaven
Transportversicherung 1,3 % vom Zeitwert des Fahrzeugs
518,30 AU$
Handlingsgebühr Fremantle bei W&W
keine
Zollgebühren bezahlt
90,75
AU$ Quarantine-Inspection (Vorort mit VISA bezahlt)
14,65
AU$ temporäre Zulassung
53,40 AU$ TÜV Gebühr (Vehicle Inspection)
57,80 AU$ Zulassung und FZ-Versicherung für 4 Monate
Rückfahrt
nach Bremerhaven (Februar 2005)
Verschiffung
170,00 US$
pro Kubikmeter, zusätzlich 9,46% Treibstoffzuschlag
(dieses mal wurden alle in AU$ gestellten Rechnungen und
Gebühren in AU$ und alle in US$ gestellten Rechnungen
in US$ bezahlt, d.h. der aktuelle Tageskurs wurde
verwendet)
35,00 AU$ B/L-Fee Load
19,53 AU$ Goods- and Service Tax
195,27 AU$ Port Charges Load
400,00 AU$ Inspection Charge
25,00 US$ Manifest filing fee
290,00 €
Handlingsgebühr W&W Bremerhaven
Transportversicherung für Rücktransport wurde nicht abgeschlossen (sollte 3%
vom Zeitwert kosten)
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